Theater

„Prägnant“
Eine szenisch, musikalisch, puppische Kabarett-Revue über das schönste Ereignis nach dem nichts mehr so ist wie es mal war. Schwangerschaft. Eine Produktion der Neuen Bühne München

„Hautnah“ von Patrick Marber
Stripperin Alice liebt den Schriftsteller Dan. Dan liebt Alice, aber auch die Fotografin Anna. Anna liebt Dan, heiratet aber den Arzt Larry. Alice verlässt Dan, weil er Anna liebt. Anna verlässt Larry, weil sie Dan liebt. Larry trifft Alice und zieht mit ihr zusammen. Alice arrangiert ein Treffen von Larry und Anna, weil sie Dan liebt. Larry und Anna ziehen wieder zusammen. Alice und Dan ziehen wieder zusammen. Alice geht fort, Larry hat eine neue Partnerin, Anna hat einen Hund und Dan bleibt verliebt in die Liebe. Sie alle sind großer Gefühle fähig: tiefer Sehnsucht, tiefer Trauer. Aber sie sind unfähig, eine reife emotionale Beziehung zueinander aufzubauen. Auch das freie Single-Leben mit gelegentlichen Affären misslingt, eine traditionelle Beziehung erscheint ihnen trotz Eifersucht und Trennungsschmerz umso verlockender, je größer die Einsamkeit wird. Vier moderne Romantiker suchen die große Liebe, haben den Glauben daran aber längst verloren.

„Vinter“ von Jon Fosse
Der Mann ist ein Fremder in der Stadt, hat hier aber einen Termin. In einer anderen Stadt hat er Frau und Kinder. Er setzt sich kurz auf eine Bank. Bis zum Termin ist noch ein bisschen Zeit. Eine Frau kommt auf ihn zu. Sie gehört nirgendwohin, ist ein Teil der Straße. Buchstäblich wirft sie sich ihm an den Hals.
Er nimmt sie mit in sein Hotelzimmer, sie schlafen miteinander. Der Termin ist schnell vergessen, und bald hat der Mann auch keine Frau und keine Kinder mehr und keinen Beruf, nur noch die Bank im Park, auf der er ab jetzt wartet, und das Zimmer im Hotel, auf das er die Frau von nun an inständig bitten muss.